
QTC an der See, letzter Vortrag steht
30.08.2026Ein kurzer Bericht vom OV Abend
WRTC 2026 neu gewertet: Disqualifikationen und aufgedeckte Manipulationen
Die Ergebnisse der World Radiosport Team Championship (WRTC) 2026 sind nachträglich neu bewertet worden. Das WRTC-Organisationskomitee veröffentlichte einen umfangreichen Untersuchungs- und Neuwertungsbericht, nachdem nach der ursprünglichen Siegerehrung Hinweise aus der Funkamateur-Gemeinschaft zu möglichen Unregelmäßigkeiten eingegangen waren.
Die Neuwertung führte zu erheblichen Veränderungen in der Gesamtwertung: Vier Teams wurden disqualifiziert, zahlreiche Kontakte wurden aus den Logs entfernt und ein neuer WRTC-Champion steht fest.
Von der Disqualifikation betroffen sind die Teams MB2M, MB2A, MB1I und MB5Q.
Die Disqualifikationen beruhen allerdings auf unterschiedlichen Sachverhalten:
MB2M (VE3DZ, UW7LL) – Disqualifikation nach Regel 12.2 wegen der unzulässigen Offenlegung der Teamidentität.
MB2A (US2YW, IK4VET) – ebenfalls Disqualifikation nach Regel 12.2.
MB1I (E77DX, DJ4MX) – ebenfalls Disqualifikation nach Regel 12.2.
MB5Q (RW7K, KU1CW) – Disqualifikation nach Regel 12.7 wegen nicht verifizierbarer, im eigenen Audio nicht nachweisbarer Kontakte.
Die Disqualifikationen richten sich laut WRTC-Bericht gegen die Teams und nicht automatisch gegen die einzelnen Teammitglieder.
Besonders gravierend wirkt sich die Disqualifikation von MB2M aus. Das Team war nach der ursprünglichen Auswertung als Sieger der WRTC 2026 geführt worden.
Nach der Untersuchung wurde die Wertung jedoch neu berechnet. Damit verlor MB2M seine ursprüngliche Spitzenposition und schied aus der offiziellen Wertung aus.
Auch die Teams MB2A und MB1I wurden aufgrund der festgestellten Verstöße gegen die Regel zur Wahrung der Identität der WRTC-Teams disqualifiziert.
Nach der Neuwertung steht das deutsche Team MB5O an der Spitze:
- Manfred Wolf, DJ5MW
- Ulrich Ann, DM5EE
Wettbewerbsrufzeichen: MB5O
Das Team erreichte 7.310.308 Punkte und ist damit neuer WRTC-2026-Champion.
Auf den weiteren Podiumsplätzen folgen:
- MB5O – DJ5MW / DM5EE: 7.310.308 Punkte
- MB4G – N6MJ / KL9A: 6.955.083 Punkte
- MB1T – K5ZD / W2SC: 6.836.480 Punkte
Diese Platzierungen entsprechen der offiziellen Neuwertung.
Ein wesentlicher Bestandteil der Untersuchung betraf gefälschte beziehungsweise missbräuchlich verwendete Rufzeichen.
Nach Angaben des WRTC-Untersuchungsberichts wurden mindestens 15 Rufzeichen von Personen verwendet, die nicht die jeweiligen Inhaber dieser Rufzeichen waren. Über diese Rufzeichen wurden Kontakte mit WRTC-Stationen hergestellt, die insbesondere für die Multiplikatorwertung von Bedeutung waren.
Bei den verwendeten Rufzeichen handelte es sich um bekannte Rufzeichen von Funkamateuren aus Ländern, die im Wettbewerb als seltene Multiplikatoren besonders wertvoll waren.
Der Bericht nennt unter anderem: 4F3OM, 4K6FO, 4S7KM, 9H1FL, 9M2LAN, 9M8YY, HC5AI, HL2CFY, HZ1TT, OD5NZ, TI1W, XE2IF, YV1LBB, ZP5KO und ZS6WAR.
Insgesamt wurden 435 Kontakte mit diesen 15 Rufzeichen in den Logs festgestellt. Auffällig war dabei die Konzentration auf WRTC-Stationen: 86 Prozent dieser Kontakte entfielen laut Untersuchungsbericht auf WRTC-Teams, während es bei den übrigen Teilnehmern des IARU-Contests lediglich etwa 13 Prozent waren.
Besonders stark profitierten dabei zunächst MB2M mit 36 und MB2A mit 32 entsprechenden Multiplikator-Kontakten.
Die fraglichen Kontakte wurden anschließend aus den WRTC-Logs entfernt.
Wie wurden die Manipulationen entdeckt? Die Untersuchung beruhte nicht auf einer einzigen Datenquelle. Das WRTC-Komitee kombinierte verschiedene technische und dokumentarische Informationen. Dazu gehörten insbesondere:
- öffentliche Contest-Logs,
- Daten des Reverse Beacon Network (RBN),
- SDR-Aufzeichnungen,
- die von den WRTC-Teams vorgeschriebenen Audioaufzeichnungen,
- sowie computergestützte Auswertungen und menschliche Überprüfung.
Durch die Kombination dieser Daten konnten die Prüfer Auffälligkeiten erkennen, die bei der ursprünglichen Logprüfung nicht festgestellt worden waren.
Ein weiterer zentraler Punkt der Untersuchung waren auffällige Frequenzwechsel unmittelbar vor Beginn des Wettbewerbs.
Nach den Feststellungen des WRTC-Komitees wurden bei mehreren Teams Frequenzen unmittelbar vor dem offiziellen Contestbeginn von anderen Stationen belegt und anschließend zum Startzeitpunkt an die betreffenden WRTC-Teams „übergeben“.
Der Untersuchungsbericht wertete diese Vorgänge nicht als zufällige Frequenzwechsel. Aufgrund von Zeitpunkt, Dauer, Frequenzkontinuität, dem Verhalten der beteiligten Stationen und den Stellungnahmen der betroffenen Teams kam das Komitee zu dem Schluss, dass es sich um gezielt arrangierte Frequenzübergaben handelte.
Dadurch konnte die Identität der ansonsten anonym auftretenden WRTC-Teams gegenüber Personen offengelegt werden, die von dieser Absprache wussten. Dies verstieß nach Auffassung des Komitees gegen Regel 12.2, die eine solche Identifizierung vor oder während des Wettbewerbs ausdrücklich untersagt.
Auf dieser Grundlage wurden MB1I, MB2A und MB2M disqualifiziert.
Bei MB5Q lag ein anderer Sachverhalt vor.
Bei der nachträglichen Untersuchung des Logs wurden zehn auffällige, multiplikatorsteigernde Kontakte festgestellt, für die sich in der von der Mannschaft eingereichten Audioaufzeichnung kein entsprechendes Signal finden ließ.
Da die unmittelbar vor und nach diesen Kontakten aufgezeichneten QSOs im Audio vorhanden waren, konnte das Fehlen der betreffenden Kontakte nicht einfach mit einer generellen Lücke in der Aufzeichnung erklärt werden.
Das WRTC-Komitee wertete diese Kontakte deshalb als nicht verifizierbar und disqualifizierte MB5Q nach Regel 12.7.
Neuberechnung der Ergebnisse
Nach Entfernung der fraglichen Kontakte und der Disqualifikation der vier Teams wurden die Ergebnisse vollständig neu berechnet.
Die neue Spitze der WRTC-2026-Wertung lautet:
Platz Team Operatoren Punkte
- MB5O DJ5MW, DM5EE 7.310.308
- MB4G N6MJ, KL9A 6.955.083
- MB1T K5ZD, W2SC 6.836.480
- MB5C CT1ILT, EC2DX 6.480.110
- MB7W UA4FER, LZ2HM 6.334.972
Damit sind Manfred Wolf (DJ5MW) und Ulrich Ann (DM5EE) die offiziell neu bestätigten WRTC-2026-Weltmeister.
Die nachträgliche Neuwertung der WRTC 2026 ist ein außergewöhnlicher Vorgang. Sie zeigt, dass die ursprüngliche Logprüfung nicht das Ende der Untersuchung darstellte. Erst durch zusätzliche Hinweise aus der Funkamateur-Gemeinschaft und die anschließende Verbindung von Logs, RBN-Daten, SDR-Aufzeichnungen und Audioaufnahmen konnten weitere Unregelmäßigkeiten festgestellt werden.
Der Untersuchungsbericht unterscheidet dabei zwischen mehreren Vorgängen: der unzulässigen Offenlegung von Teamidentitäten, gefälschten Kontakten über missbrauchte Rufzeichen sowie nicht verifizierbare Kontakte.
Das Ergebnis ist eine vollständig veränderte Spitze der WRTC-2026-Wertung. MB5O mit DJ5MW und DM5EE übernimmt mit 7.310.308 Punkten den Weltmeistertitel.
Die Neuwertung soll nach Aussage des WRTC-Komitees vor allem die Integrität und Fairness des Wettbewerbs wiederherstellen.
Tokyo Ham Fair 2026 – Technik, Tradition und Nachwuchs im Mittelpunkt
Am 29. und 30. August 2026 fand in Tokio die 48. Ham Fair im Ausstellungszentrum Ariake GYM-EX statt. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen der Japan Amateur Radio League (JARL). Das Motto lautete sinngemäß: „JARL 100 Jahre – Lasst uns die Antenne der Neugier aufrichten.“
Auch der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) war vertreten. DARC-Vorsitzender Christian Entsfellner, DL3MBG, und Thomas Wrede, DF2OO, Leiter des Referats Ausland, nutzten die Veranstaltung für Gespräche mit den japanischen Amateurfunkfreunden. Ein wichtiges Thema stellte dabei die Nachwuchsförderung. Die Ham Fair bot zahlreiche Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche spielerisch an Technik und Amateurfunk heranzuführen.
Zu den besonderen Eindrücken der Messe gehörten neben den großen Herstellern auch zahlreiche liebevoll gefertigte Amateurfunkartikel. Ein Blickfang waren beispielsweise handgefertigte Morsetasten mit Anleihen an die Architektur japanischer Tempeltore.
Auch die großen Hersteller sorgten für Aufmerksamkeit. Kenwood präsentierte seine Technik unter anderem in einer auffälligen Offroad-Inszenierung. Bei Yaesu sorgten einige der gezeigten beziehungsweise angekündigten Produkte dagegen für Gesprächsstoff, da bei manchen Besuchern Fragen nach Marktpositionierung, Konnektivität und der praktischen Einbindung moderner Netzwerktechnik aufkamen. Diese Einschätzungen sind allerdings als Besuchereindrücke und nicht als objektive Produktbewertung zu verstehen.
Für einen besonderen Höhepunkt sorgte Icom: Das bereits auf der Dayton Hamvention unter der Bezeichnung X-026 gezeigte Konzept wurde in Tokio offiziell vorgestellt. Aus dem Projekt wurde der IC-7110, ein neuer HF/VHF/UHF-Allmode-Transceiver und Nachfolger des bekannten IC-7100. Icom beschreibt das Gerät unter anderem mit Spektrum-/Wasserfallanzeige, Dualwatch, CW-Decoder, D-STAR-Funktionen sowie WLAN- und Bluetooth-Konnektivität.
Damit war der IC-7110 zweifellos eines der technisch interessantesten neuen Geräte der diesjährigen Ham Fair. Besonders bemerkenswert ist, dass Icom damit nach 13 Jahren einen Nachfolger für den seit 2013 erhältlichen IC-7100 präsentieren konnte.
Die genaue Besucherzahl der Ham Fair 2026 war zum Zeitpunkt dieses Berichts offiziell noch nicht veröffentlicht. Die häufig genannte Größenordnung von rund 40.000 Besuchern sollte daher ausdrücklich als Schätzung verstanden werden.
Die 48. Tokyo Ham Fair zeigte damit eindrucksvoll die besondere Verbindung von Tradition und technischer Entwicklung im japanischen Amateurfunk.
50Ohm-App mit umfangreichem Update
Die 50Ohm Lern-App des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) hat ein umfangreiches Update erhalten. Die App unterstützt die Vorbereitung auf die Amateurfunkprüfung für die Lizenzklassen N, E und A und basiert auf dem offiziellen Fragenkatalog.
Zu den wichtigen Funktionen gehören Prüfungssimulationen, eine Anzeige des persönlichen Lernstands sowie eine Suchfunktion für Prüfungsfragen. Auch können Fragen mit Lesezeichen markiert werden. Ein wissenschaftlicher Taschenrechner unterstützt bei der Bearbeitung entsprechender Aufgaben.
Zudem ist die App eng mit der Ausbildungsplattform 50ohm.de verbunden. Lerninhalte und Ausbildungsvideos können so in die Prüfungsvorbereitung einbezogen werden. Die App ist auch offline nutzbar, werbefrei und als Open-Source-Projekt verfügbar.
Die 50Ohm-App ist damit ein praktisches Werkzeug für alle, die sich auf die Amateurfunkprüfung vorbereiten möchten – vom Einstieg in Klasse N bis zu den höheren Lizenzklassen E und A. Nach Angaben des DARC e.V. erfolgten bereits rund 30.000 Installationen.
Die App ist über die offizielle DARC-App-Plattform erhältlich: app.darc.de – 50Ohm Lern-App
Größtes batterieelektrisches Flugzeug der Welt absolviert Erstflug
Das schwedischer Flugzeugentwickler Heart Aerospace hat mit dem X1 das nach Unternehmensangaben bislang größte batterieelektrische Flugzeug erfolgreich getestet. Der Versuchsträger hob am 12. August 2026 am Plattsburgh International Airport im US-Bundesstaat New York zu seinem ersten Flug ab.
Der X1 ist ein vollständig batterieelektrischer Demonstrator und dient als fliegender Prüfstand für die Entwicklung des späteren Regionalflugzeugs ES-30. Beim ersten Testflug war das Flugzeug 27 Minuten in der Luft und erreichte eine Höhe von etwa 335 Metern. Die vier Elektromotoren lieferten dabei mehr als ein Megawatt Leistung. Der Flug umfasste unter anderem Rollen, Start, Steigflug, Manöver und Landung.
Der X1 ist etwa 32 Meter breit und wiegt beim Start mehr als 11 Tonnen. Er ist damit ungefähr so groß wie ein kleines Regionalverkehrsflugzeug. Der Test sollte vor allem zeigen, dass elektrischer Antrieb in einer für den späteren kommerziellen Einsatz relevanten Flugzeuggröße funktioniert.
Aus den Erkenntnissen des X1 entwickelt Heart Aerospace die ES-30, ein Regionalflugzeug für 30 Passagiere. Im Gegensatz zum X1 soll die ES-30 jedoch hybrid-elektrisch betrieben werden. Geplant sind eine rein elektrische Reichweite von rund 200 Kilometern und eine deutlich größere Reichweite im Hybridbetrieb. Die derzeit angegebene Ladezeit beträgt etwa 30 Minuten. Der Beginn des kommerziellen Einsatzes wird derzeit für 2031 angestrebt.
Der Erstflug des X1 gilt damit als wichtiger technischer Meilenstein für die Entwicklung elektrisch angetriebener Regionalflugzeuge. Bis zum regulären Passagierbetrieb sind allerdings noch weitere Entwicklungs-, Test- und Zulassungsschritte erforderlich.
Brände an Solaranlagen nehmen in Großbritannien zu
Die Zahl der Brände im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen ist in Großbritannien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Eine Auswertung des Industrieversicherers QBE zeigt, dass britische Feuerwehren im Jahr 2025 insgesamt 212 Brände mit Beteiligung von Solaranlagen registrierten. 2022 waren es noch 91 Fälle – ein Anstieg um 133 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Photovoltaikanlagen um 52 Prozent.
Damit nimmt die Zahl der Brände tatsächlich schneller zu als der Ausbau der Photovoltaik. Allerdings bleibt die absolute Zahl der Brände im Verhältnis zur Gesamtzahl der Anlagen niedrig. Im März 2026 wurde in Großbritannien erstmals die Marke von zwei Millionen Anlagen überschritten; im Mai waren es bereits rund 2,05 Millionen.
Als häufigste Ursache nennt QBE Probleme mit der Gleichstromverkabelung und Steckverbindungen. 2025 wurden 49 solcher Fälle registriert. Danach folgten die Solarmodule selbst mit 36 Fällen, Batteriespeicher mit 23 und Wechselrichter mit 19 Fällen.
Die Zahlen zeigen, wie wichtig eine fachgerechte Planung, Installation und Wartung von Photovoltaikanlagen ist. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE betont ebenfalls, dass die Einhaltung der geltenden Regeln durch qualifizierte Fachkräfte ein wichtiger Beitrag zum Brandschutz ist.
Trotz des Anstiegs ist das Brandrisiko einer Photovoltaikanlage insgesamt gering. Das Fraunhofer ISE kam in einer früheren Untersuchung zu dem Ergebnis, dass bei rund 0,006 Prozent der untersuchten Photovoltaikanlagen ein Brand mit größerem Schaden auftrat. Das entspricht rechnerisch etwa einem Fall pro 16.700 Anlagen.
Die aktuellen britischen Zahlen sind deshalb vor allem ein Hinweis darauf, dass mit dem schnellen Ausbau auch die Anforderungen an Qualität, Installation und Betriebssicherheit steigen.
Bundesweiter Warntag am 10. September
Am Donnerstag, 10. September 2026, findet in Deutschland der bundesweite Warntag statt. Gegen 11 Uhr wird eine Probewarnung ausgelöst. Die Entwarnung ist für etwa 11:45 Uhr vorgesehen. Dabei wird das Zusammenspiel verschiedener Warnsysteme von Bund, Ländern und Kommunen getestet.
Zum Einsatz kommen je nach Region unter anderem Sirenen, Lautsprecherwagen, digitale Informationstafeln, Radio und Fernsehen sowie Warn-Apps wie NINA und Katwarn. Auch Cell Broadcast wird genutzt. Dabei erhalten kompatible Mobiltelefone Warnmeldungen direkt über das Mobilfunknetz, ohne dass eine spezielle Warn-App erforderlich ist.
Eine Neuerung beim diesjährigen Warntag ist die Entwarnung über Cell Broadcast. Während Cell Broadcast in Deutschland bereits seit 2023 für Warnmeldungen eingesetzt wird, wurde die Entwarnung darüber bislang nicht bundesweit versendet.
Auch DAB+ spielt beim Warnmix eine zunehmende Rolle. Über den Standard Automatic Safety Alert (ASA) können geeignete, zertifizierte Radios gezielt Warnmeldungen für bestimmte Regionen empfangen. ASA kann entsprechende Geräte bei einer Warnung sogar aus dem Standby aktivieren. Das System wurde bereits beim bundesweiten Warntag 2025 erstmals bundesweit über das DAB+-Sendernetz getestet und wird weiter ausgebaut.
Für den Empfang von ASA ist ein kompatibles und entsprechend zertifiziertes DAB+-Radio erforderlich. Die Technik ermöglicht eine gebietsbezogene Warnung, sodass nur Geräte in einem betroffenen Gebiet angesprochen werden.
Der Warntag soll technische Schwachstellen erkennen und die Bevölkerung mit den verschiedenen Warnmöglichkeiten vertraut machen. Bürgerinnen und Bürger müssen während der Probewarnung nichts unternehmen, sollten die Meldung aber aufmerksam lesen und anschließend prüfen, ob ihre verfügbaren Warnmittel funktionieren.
Neues 2-m-FM-Relais DB0DWL in Lübeck
In Lübeck ist mit DB0DWL ein neues 2-m-FM-Relais für den Amateurfunk in Betrieb gegangen. Die Relaisfunkstelle befindet sich auf dem Dach der Drägerwerke in Lübeck und ergänzt die bestehende Relaisinfrastruktur des DARC-Ortsverbands Ratzeburg (E39).
Das Relais empfängt auf 144,9875 MHz und sendet auf 145,5875 MHz. Die Relaisablage beträgt damit −600 kHz. Der Umsetzer ist trägergesteuert und kann einfach per PTT aufgetastet werden. Ein CTCSS-Ton oder ein 1750-Hz-Rufton ist nicht erforderlich. Für den Betrieb muss das Funkgerät auf FM-Narrow (FM-schmal) eingestellt sein.
DB0DWL ist außerdem in das FM-Funknetz eingebunden und dort über die Talkgroup 23552 erreichbar. Dadurch ist neben dem lokalen Funkbetrieb auch eine Verbindung über das FM-Funknetz möglich.
Der Standort bietet darüber hinaus weitere digitale Amateurfunkmöglichkeiten auf dem 70-cm-Band, darunter D-STAR und DMR. Das neue 2-m-FM-Relais erweitert damit die Kommunikationsmöglichkeiten für Funkamateure in Lübeck und der umliegenden Region.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick:
- Rufzeichen: DB0DWL
- Standort: Dach der Drägerwerke, Lübeck
- Empfang: 144,9875 MHz
- Sendung: 145,5875 MHz
- Ablage: −600 kHz
- Betriebsart: FM-Narrow
- Steuerung: trägergesteuert / PTT
- CTCSS/1750 Hz: nicht erforderlich
- FM-Funknetz: Talkgroup 23552
DXpeditions-Kolumne des Ortsverbands E39
Der DARC-Ortsverband Ratzeburg (E39) informiert regelmäßig über interessante DXpeditionen und veröffentlicht dazu eine monatliche Kolumne. Die aktuelle Ausgabe für September 2026 stellt verschiedene Funkaktivitäten rund um den Globus vor – von American Samoa und Papua-Neuguinea bis zu den Malediven, Samoa und der Hocharktis.
Dabei handelt es sich bewusst nicht um eine vollständige Übersicht aller geplanten DXpeditionen. Stattdessen trifft E39 eine handverlesene Auswahl. Berücksichtigt werden unter anderem interessante oder seltene DXCC-Gebiete sowie Aktivitäten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden – von vergleichsweise leicht erreichbaren Stationen bis zu echten Herausforderungen für erfahrene DXer.
Auch bei den Bändern und Betriebsarten wird auf Abwechslung geachtet. Je nach Expedition kommen beispielsweise CW, SSB, FT8 oder RTTY zum Einsatz. Zusätzlich zur eigentlichen Funkaktivität enthält die Kolumne spannende Informationen zu den jeweiligen QTHs, also den Standorten der Expeditionen.
Damit möchte der Ortsverband E39 nicht nur auf begehrte DXCC-Gebiete aufmerksam machen, sondern auch Lust auf den DX-Betrieb wecken und Interesse an fremden Ländern und Regionen fördern. Die aktuellen Beiträge verbinden deshalb Informationen für erfahrene DXer mit bemerkenswerten geografischen und technischen Hintergründen.
Die September-Ausgabe zeigt dabei die große Bandbreite des Amateurfunks: Von Inselaktivitäten im Pazifik über seltene DXCC-Gebiete bis hin zu anspruchsvollen Funkexpeditionen in entlegene Regionen. https://darc-e39.org/nachrichten/dx-kalender/
Aktivitäten
- 28.08.2026 POTA-Aktivierung mit Grillen; Grillplatz Tesperhude, 20 Verbindungen im Log
- 29.08.2026 Preisverleihung Ahrensburger Schützengilde e.V., 1.Platz Betriebe und Vereine.
- 05. – 06.09.2026 IARU Region 1 Fieldday – SSB; Fielddayplatz Fischteiche an der Hahnenbek, 420 Verbindungen im Log
Termine
| 11.09.2026 | Selbstbaugruppe Friedrich-Junge-Schule Großhansdorf Beginn um 18:00 Uhr 2. Teil des Kurses: Einstieg in die Raspberry Pi Pico Programmierung |
| 16.09.2026 | virtueller OV-Abend Beginn um 19:30 Uhr |
| 18.09.2026 | Selbstbaugruppe – Termin fällt aus Aufgrund der Vorbereitungen für QTC an der See findet kein Treffen der Selbstbaugruppe statt |
| 19.09.2026 | QTC an der See |
| 25.09.2026 | Selbstbaugruppe Friedrich-Junge-Schule Großhansdorf Beginn um 18:00 Uhr 3. Teil des Kurses: Einstieg in die Raspberry Pi Pico Programmierung |
| 02.10.2026 | Selbstbaugruppe Friedrich-Junge-Schule Großhansdorf Beginn um 18:00 Uhr 4. Teil des Kurses: Einstieg in die Raspberry Pi Pico Programmierung |
| 03.10.2026 | Maustag E13 |
| 07.10.2026 | OV-Abend Friedrich-Junge-Schule Großhansdorf Beginn um 19:30 Uhr Thema: Koordinatensysteme |
| 09.10.2026 | Selbstbaugruppe Friedrich-Junge-Schule Großhansdorf Beginn um 18:00 Uhr 5. und letzter Teil des Kurses: Einstieg in die Raspberry Pi Pico Programmierung |
| 21.10.2026 | virtueller OV-Abend Beginn um 19:30 Uhr |
vy 73
- WRTC 2026
- HamRadio
- 50Ohm
- Solarpanel
- Sirene
- Blick rauf zur Antenne









